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Startseite / Zusätzliche Informationen / ZAR 8.4 - Benutzerhandbuch / Allgemeine Benutzeranleitung / Einstellungen des Plattenlesens

Einstellungen des Plattenlesens

Einstellungen in der realen Zeit – allgemeine Überlegungen

Einstellungstafel in der realen Zeit lässt die Eingabe/Ausgabe "im Fluge" steuern. Diese Möglichkeit ist bei der Arbeit mit dem Laufwerk mit beschädigten Sektoren nützlich. Alle Änderungen werden beginnend mit der Operation der Eingabe /Ausgabe (d.h.: in meisten Fällen – unverzüglich) implementiert.  

 

Empfehlende Einstellungen

Für die Platte ohne beschädigte Sektoren
  • "Auszeit" ("Timeout") - 1000 ms.
  • "Wiederholungen" ("Retry attempts") - 0.
  • "Vermeiden der wiederholenden Anfragen" ("Avoid repeated retries") - "Eingeschaltet" (enable).
  • "Leerbefehl" ("Skip factor") - 0.

 

Wenn beschädigte Sektoren vorhanden sind

  • "Auszeit" ("Timeout") - 200 ms, wenn die RAID-Wiederherstellung nicht läuft. Bei der RAID-Wiederherstellung stellen Sie 500 ein.
  • "Wiederholungen" ("Retry attempts") - wenn die Analyse nicht zu langsam geht. Wenn Sie die Geschwindigkeit steigern wollen, stellen Sie 0 ein.
  • "Vermeiden der wiederholenden Anfragen"  ("Avoid repeated retries") - "Eingeschaltet" (enable).
  • "Leerbefehl" ("Skip factor") - stellen Sie 32 ein, wenn die Analyse nicht zu langsam geht. Wenn Sie die Geschwindigkeit steigern wollen, vergrößern Sie allmählich den "Leerbefehl", bis die nötige Geschwindigkeit erreicht wird.

"Zurückstellung der Platte/des Datenbusses" ("Force bus reset") muss in meisten Fällen sogar auf den Laufwerken mit beschädigten Sektoren eingestellt werden.

 

 

Auszeit (Timeout)

kontrolliert die Wartezeit vor der Erklärung eines Sektors für mangelhaft. Manchmal gewährleistet Treiber des Laufwerkes keine erforderliche Antwort über den Ausfall der Leseoperation. Um übermäßige Wartezeit zu vermeiden, gilt beliebige Leseoperation, die länger als angegebene Zeit dauert, als mißlungen. Beachten Sie bitte, dass parallele Erfüllung von E/A-Operationen zur Überschreitung der Grenzwerte durch Abfragen zu funktionsfähigen Sektoren führen kann und das die falsche Markierung verursacht. Standardeinstellung von 1000 ms passt für die meisten Fälle, wenn physikalische Beschädigung auf dem Laufwerk gering ist oder fehlt. Wenn Abtastung zu viel in Anspruch nimmt, versuchen Sie diesen Kennwert auf 100 oder 200 ms verringern, das vergrößert wesentlich die Geschwindigkeit.

 

Wiederholungen (Retry attempts)

Man stellt die Anzahl von wiederholenden Versuchen ein, wenn ein beschädigter Sektor entdeckt wird.
  • Wenn auf Zero eingestellt ist, ist nur ein Versuch möglich (d.h.: Wenn der erste Versuch ausfällt, unternimmt man keine weiteren Versuche).
  • Wenn "Vermeiden von wiederholenden Anfragen" ("Avoid repeated retries") eingeschaltet ist, unternimmt man wiederholende Versuche nur bei der ersten Anfrage zum beschädigten Sektor. Alle nachfolgenden Anfragen werden mit der Fehlermeldung ohne reale Anfrage an Platte vermieden.

 

Vermeiden Sie wiederholende Anfragen (Avoid repeated retries)

Diese Option steuert den Zugriff auf die fehlerhaften Sektoren (mit Lesefehlern). Wenn freigegeben ist, werden die fehlerhaften Sektoren behalten und weitere Versuche einen Zugriff auf einen zu bekommen, der früher als fehlerhaft gelesen wurde, kehren ohne Zugriffsversuch auf das Laufwerk zurück. Das gewährleistet den Geschwindigkeitszuwachs für Laufwerke mit physikalischen Beschädigungen.

 

Leerbefehl (Skip factor)

verwalt die Anzahl der ausgelassen Sektoren (die für beschädigt ohne Meldung erklärt), nachdem beim Plattenlesen einen fehlerhaften Sektor herausgefunden wurde. Standardwert von 1 bedeutet, dass es für einen Lesefehler in der Liste beschädigter Sektoren einen Eintrag gibt, d.h., dass nur wirklich fehlerhafte Sektoren eingetragen werden. Feststellung der N-Anzahl führt dazu: sobald einen mangelhaften Sektor herausgefunden wurde,  wird er markiert und ist seitdem unzugreifbar. Durchaus werden nachfolgende N-1 Sektoren auch als mangelhafte ohne Prüfung ihres Zustandes markiert. Verwenden Sie höhere Einstellungen auf den Festplatten, die große physikalische Beschädigungen haben.

 

Zurückstellung der Platte/des Datenbusses nach dem Leseausfall (Force device/bus reset after a bad sector is encountered)

Wenn eingeschaltet ist, versucht ZAR die Platte zurückzustellen. Falls die Platte nicht zurückgestellt wird, versucht man den ganzen Datenbus zurückzustellen. Im Prozess können unterschiedliche Zwischenfälle wie "Abstürzen" während der Zurückstellung entstehen, weil die Zurückstellung des Datenbusses alle Geräte auf diesem Datenbus streift.  

 

Reinigen der Liste mit beschädigten Sektoren (Forget bad sectors)

Man stellt alle früher gesammelte Listen mit beschädigten Sektoren (die für "Vermeiden der wiederholenden Anfragen" ("Avoid repeated retries") verwendet werden, wenn eingeschaltet ist) für alle Geräte zurück.  

 

Plattencache-Größe (Disk cache sizes)

ZAR realisiert eigene Lese- und Schreibcaches. Nach Möglichkeit sind bei der Auswahl von der Cachegröße folgende Regeln zu beachten:
  • Wenn es möglich ist, muss summarische Größe von Lese- und Schreibcaches die gesamte physikalische Speicherkapazität  minus 256 Megabyte nicht überschreiten.
  • Bei der Datenwiederherstellung von langsamen Medien  (wie ZIP oder Flashspeicherkarte) steigern Sie die Größe des Lesecaches. Es wäre sehr gut, wenn gesamte Medien in den Cache hineingehen können. Wenn es nötig ist, verringern Sie Größe des Schreibcaches bis Minimum, damit die den Anforderungen an totale Cachegröße gerecht werden.
  • Wenn ein Laufwerk, auf das wiederhergestellte Daten kopiert werden, langsam ist  (zum Beispiel bei der Datenwiederherstellung auf das Netzlaufwerk), handeln Sie umgekehrt:  vergrößern Sie den Schreibcache und verringern Sie den Lesecache.
Standardeinstellungen sind  64 Megabyte für den Lesecache und  32 Megabyte für den Schreibcache, sie passen zu  Speichern mit großer Zugriffszeit. Die geringsten Werte sind 16 Megabyte für den Lesecache und 8 Megabyte für den Schreibcache.

 

Einzelheiten – Plattenlesevorgang

Wenn die Daten von der Platte zu lesen sind, geschieht Folgendes:
  1. Wenn "Vermeiden von wiederholenden Anfragen" ("Avoid repeated retries") eingeschaltet ist, wird die Liste mit beschädigten Sektoren des Geräts geprüft. Wenn es der angefragte Sektor in der Liste gibt, hört weitere Bearbeitung auf, und die Anfrage kehrt mit der Angabe über Plattenausfall zurück.
  2. Man sieht den Cache durch. Wenn es den angefragten Sektor im Cache gibt, werden die Daten aus dem Cache genommen.
  3. Es wird von der Platte gelesen. Wenn das erfolgreich bis zur Auszeit läuft, kehren die gelesenen Daten zurück.
  4. Wenn der erste Leseversuch nicht geklappt hat, werden die Versuche je nach den Einstellungen "Wiederholungen" ("Retry attempts") wiederholt. Ist einer der Versuche erfolgreich, kehren die gelesenen Daten zurück.
  5. Wenn der angefragte Sektor nicht gelesen werden kann, kehrt die Anfrage mit der Angabe über den Plattenausfall zurück.

 

  • Vor der Zurückkehrung der Daten erfolgt die Datenaktualisierung im Cache, wenn das erforderlich ist.
  • Vor der Zurückkehrung des Lesefehlers wird die Adresse des beschädigten Sektors in die Liste eingetragen. Darüber hinaus wird "Auslassen" ("Skip factor") von den Sektoren, die die beschädigten Sektoren nachfolgen, auch als beschädigte Sektoren eingetragen (man unternimmt keine Versuche sie zu lesen). Das steigert die Geschwindigkeit durch den Verlust eines Teils der Daten. (weil die beschädigten Sektoren normalerweise in Gruppen auftreten)

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